Freunde der Salzburger Festspiele

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Festspiel-Dialoge 2012

 

Verzauberung und Risiko

Die Salzburger Festspiele sind alljährlich ein faszinierender Treffpunkt für Kunstbegeisterte. Debatte, Diskussion, Auseinandersetzung finden in großem Stil statt. Man redet über Inhalte und nicht über Verpackungen, formulierte Daniel Barenboim, und dies sei in Zeiten wie diesen bemerkenswert.

Das Publikum erwartet Aufklärung, Verzauberung, Reibungsflächen, Deutung und das dichte Programm 2012 wird dem auch voll gerecht. Wir werden daher in den Dialogen unterschiedliche Facetten aufgreifen, etwa mit Jan Assmann die beiden Zauberflöten, mit Ingrid Hentschel Sven-Eric Bechtolfs spartenübergreifende Urfassung der „Ariadne auf Naxos” von Richard Strauss, wo die einaktige Oper auf Molières Bürger als Edelmann folgt.

Wie immer sind die Dialoge interdisziplinär ausgerichtet: Neben Musik- und Theaterwissenschaft werden auch Soziologie, Philosophie und Naturwissenschaft durch herausragende Persönlichkeiten vertreten sein. Gleichwohl bleibt die Warnung von Oscar Wilde aufrecht, dass jede Auseinandersetzung mit der Kunst eine riskante Sache sei. Man tue dies „auf eigene Gefahr”. Denn so fährt er fort, „in Wirklichkeit spiegelt die Kunst den Betrachter und nicht das Leben”.

Konzeption und Organisation: Michael Fischer
Ein Veranstaltungsprospekt mit allen Vortragenden und Terminen erscheint im Frühjahr 2012.

 


Dialoge  
   

Biographien  
   

Festspiel-Dialoge 1994 - 2011
in alphabetischer Reihenfolge
   
Aleida Assmann:
Liebe und Tod in Shakespeares Tragödien
Jan Assmann:
Die Schrecken des Erhabenen
Jan Assmann:
Spiele der Macht – Macht des Spiels:
Georg Friedrich Händels Musiktheater
Klaus von Beyme:
Kunst, Politik und Markt
Daniel Binswanger:
Liebeszeit - Lebenszeit „La traviata
Daniel Binswanger:
Das Feminine und das Androgyne in der Kunst
Luca di Blasi:
Liebe als Verlust
Karl Heinz Bohrer:
Die Flöte des Dionysos:Über Theatralik, Verführung und Macht
Karl Heinz Bohrer:
Wie dionysisch war Dionysos? Eine moderne Frage antik beantwortet
Norbert Bolz:
Kunst als Placebo
Dieter Borchmeyer:
Die Oper: Le jeu de l'amour et de la mort 
Dieter Borchmeyer:
Mozarts Utopie der Liebe
Elisabeth Bronfen:
Ma Donn’ Anna cosa ha voluto? oder Todestreiben, Grenzverletzung und Gesetz in „Don Giovanni
Emil Brix:
Vom kalten und vom heißen Sprechen in der Kunst
Massimo Cacciari:
Kunst und Terror
Sabine Coelsch-Foisner:
Juliette ... et Roméo
Thea Dorn:
Geliebter Mörder. Überlegungen zu Blaubart
Antonia Eder:
Lust am Selbstverlust? Echo, Ariadne, Zerbinetta
Antonia Eder:
Die Frau ohne Schatten
Helga Finter:
Was singt? Macht des Wortes, Macht der Stimme
Michael Fischer:
Kunstbesessene Zeiten?
Barbara Frischmuth:
Die Frau im Spiegel der Kunst
Volker Gerhardt:
Liebe ist stärker als der Tod
Volker Gerhardt:
Das Spiel der Mächtigen
Peter Glotz:

Das Ende der Welt

Timo Günther:
Dionysos und die Moderne
Ortrud Gutjahr:
Die Macht der OhnMächtigen
Ortrud Gutjahr:
Lulu oder die Last mit der Lust
Ortrud Gutjahr:
Wissen. Macht. Lust. Das Faszinosum utopischer Männlichkeit bei Faust, Macbeth und Don Giovanni
Michael Hagner:
Wie Eros und Thanatos in die Wissenschaft gerieten
Ingrid Hentschel:
„Nicht das eine“. Ekstasen der Weiblichkeit im 21. Jahrhundert
Eric J. Hobsbawm:
Erwartungen an die Zukunft
Eric J. Hobsbawm:
Kunst und Kultur am Ende des Jahrhunderts
Rolf Hochhuth:
...erst kommt das Fressen
Helmut Holzhey:
Zwischenzeitliche Utopien
Pia Janke:
Die Wiener Moderne und der Verlust der Identität
Pia Janke:
Salzburger Festspiele: Konzepte, Widersprüche, Horizonte
Hans-Thies Lehmann:
Amor et Passio: Das Theater und die Liebe
Wolf Lepenies:
Utopie und Melancholie

Rolf Liebermann:

Gewalt als Basis der Kulturbewertung

Rolf Liebermann:

Kunst oder Barbarei
Konrad Paul Liessmann:
Wiederholungszwang, Verwertungsdruck, Zitatfetischismus
Thomas Macho:
Fest, Spiel und Erinnerung
Thomas Macho:
Jedermanns Tod
Hans Mayer:
Don Giovannis Rückkehr aus der Hölle
Arnold Mettnitzer:
Die Sache Makropulos
Elisabeth J. Nöstlinger:
Der lange Schatten der Tradition im Scheinwerferlicht des Medienevents
Horst W. Opaschowski:
Zwischen Boom und Business
Wolfgang Prinz:
Subjekte sind Artefakte
Birgit Recki:
Sinnlichkeit – Unvernunft – Melancholie?
Peter Ruzicka:
Fünf Jahre Salzburg! Ein Rückblick ohne Zorn?
Peter Ruzicka:
Die Gezeichneten
Peter Ruzicka:
Der Rosenkavalier
Rüdiger Safranski:
Wie böse ist Mephisto?
Edward W. Said:
Kultur, Identität, Geschichte
Manfred Schneider:
Barbaren zwischen Poesie und Politik
Helmut Schüller:
Die dunklen Seiten der religiösen Vernunft
Gerhard Schulze:
Der Krieg in der Moderne. Eine Zeitdiagnose.
Gerhard Schulze:
Die Kunst in der Erlebnisgesellschaft
Clemens Sedmak:
Das Problem vom Ende auf der Bühne und im Leben
Peter Sellars:
Kunst ist kein materielles Produkt
Wolf Singer:
Philosophische Implikationen der Hirnforschung

Jean Starobinski:

Über den Kreislauf von Personen und Gegenständen in
Le nozze di Figaro
Jürg Stenzl:
L’amour de loin
Jürg Stenzl:
Prometeo
Cora Stephan:
Krieg und Kunst
André Tubeuf:
Traum und Wirklichkeit: Salzburg
André Tubeuf:
Eros als Spiel
André Tubeuf:
Einsamkeit und Sangbarkeit der Seele
André Tubeuf:
Die Suggestionen des Herzens
André Tubeuf:
Troja oder die verlorene Heimat
André Tubeuf:
Mehr als ein Fest: Mirakel Mozart
Christoph Vitali:
La Traviata“ - Meisterwerk oder Kolportage?
Nike Wagner:
Inszenierungen der Liebe
Nike Wagner:
Lulu oder das Lolita-Syndrom
Nike Wagner:
Das Wagner-Wagnis
Walther Ch. Zimmerli:
Die vielen Seiten der Globalisierung. Spiel und Terror
Stefan Zweifel:
Schrei und Gesang, Schmerz und Lust
Stefan Zweifel:
Tanz auf dem Vulvanus

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Die Biographien und Publikationshinweise wurden von den Vortragenden bzw. Autoren selbst erstellt bzw. zur Verfügung gestellt.