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| Festspiel-Dialoge 2012 | |
Verzauberung und Risiko Die Salzburger Festspiele sind alljährlich ein faszinierender Treffpunkt für Kunstbegeisterte. Debatte, Diskussion, Auseinandersetzung finden in großem Stil statt. Man redet über Inhalte und nicht über Verpackungen, formulierte Daniel Barenboim, und dies sei in Zeiten wie diesen bemerkenswert. Das Publikum erwartet Aufklärung, Verzauberung, Reibungsflächen, Deutung und das dichte Programm 2012 wird dem auch voll gerecht. Wir werden daher in den Dialogen unterschiedliche Facetten aufgreifen, etwa mit Jan Assmann die beiden Zauberflöten, mit Ingrid Hentschel Sven-Eric Bechtolfs spartenübergreifende Urfassung der „Ariadne auf Naxos” von Richard Strauss, wo die einaktige Oper auf Molières Bürger als Edelmann folgt. Wie immer sind die Dialoge interdisziplinär ausgerichtet: Neben Musik- und Theaterwissenschaft werden auch Soziologie, Philosophie und Naturwissenschaft durch herausragende Persönlichkeiten vertreten sein. Gleichwohl bleibt die Warnung von Oscar Wilde aufrecht, dass jede Auseinandersetzung mit der Kunst eine riskante Sache sei. Man tue dies „auf eigene Gefahr”. Denn so fährt er fort, „in Wirklichkeit spiegelt die Kunst den Betrachter und nicht das Leben”. Konzeption und Organisation: Michael Fischer
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